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Axel Springer Feedback zur Telefonkonferenz 02.03.2011
Warburg Research
Hamburg (aktiencheck.de AG) - Jochen Reichert, Analyst von Warburg Research, stuft die Aktie von Axel Springer (ISIN DE0005501357 / WKN 550135) unverändert mit dem Rating "kaufen" ein.
Im Folgenden seien die wesentlichen Punkte der heutigen Telefonkonferenz hinsichtlich des Geschäftsjahres 2010 aufgeführt:
- Erwarteter Rückgang des bereinigten EBITDA im Segment Zeitungen National: Die Hauptgründe für den erwarteten Rückgang seien erwartete höhere Papierkosten im Geschäftsjahr 2011 im Vergleich zum Geschäftsjahr 2010. Die Papierkosten bei Axel Springer hätten sich ohne das JV mit Ringier auf ca. EUR 200 Mio. belaufen. Axel Springer erwarte im Gesamtjahr einen Anstieg der Papierkosten von ca. EUR 20 Mio. Die Papierindustrie fordere sogar höhere Preisanpassungen. Noch wichtiger sei, dass das Management keine größeren Änderungen im strukturellen Muster des Auflagentrends sehe. Auf Basis von historischen Preisstrategien seien Copy-Preiserhöhungen im Geschäftsjahr 2011 möglich. Das Management könne sich sogar vorstellen, die Vertriebserlöse in den nächsten zehn Jahren auf stabilem Niveau zu halten.
- Segment Holding&Services mit einem ungewöhnlich hohen operativen Verlust: Das Segment habe im Geschäftsjahr 2010 ein EBITDA von EUR -31 Mio. im Vergleich zu EUR -20 Mio. im Geschäftsjahr 2009 verzeichnet. Der starke Rückgang sei auf Einmaleffekte zurückzuführen. Im Geschäftsjahr 2011 werde ein normaleres Niveau von mehr als EUR -20 Mio. erwartet.
- Gerüchte über Pro7Sat1: Axel Springer habe klargestellt, dass absolut kein Interesse bestehe, eine Minderheits- oder Mehrheitsbeteiligung an dem TV-Konzern zu erwerben.
- Bild Zeitung - Kannibalisierung zwischen Print- und Onlineversion: Axel Springer habe mitgeteilt, das der Kannibalisierungseffekt zwischen Print- und Onlinenutzung nur gering sei. Nur 10% der Leser der Portalversion würden auch die Bild-Zeitung nutzen. Jüngere Menschen würden anscheinend zur Online-Nutzung tendieren. Bild habe in 2010 die höchste jemals erreichte Reichweite gehabt (Online-Reichweite und Print-Reichweite zusammengenommen).
- Strukturelle Änderung des Umsatzmixes: Auf Basis von Konsolidierungseffekten im Segment Print International und strukturellem Wachstum im Segment Digitale Medien, seien die Werbeumsätze im Geschäftsjahr 2010 um 22% gestiegen und die Vertriebserlöse hätten sich im Vergleich zum Geschäftsjahr 2009 unverändert entwickelt. Daher sei der Beitrag von Werbeeinnahmen zum Konzernumsatz von 44% im Geschäftsjahr 2009 auf 48% im Geschäftsjahr 2010 gestiegen. Im gleichen Zeitraum sei der Anteil der Vertriebserlöse von 45% auf 41% gesunken.
- Kostendisziplin treibe die EBITDA-Marge im deutschen Print-Geschäft: Hervorzuheben sei, dass der Umsatz im deutschen Print-Geschäft im Vergleich zum Geschäftsjahr 2009 stabil gewesen sei. Das EBITDA sei trotz struktureller Herausforderungen um 33% gestiegen. Die starke Verbesserung des EBITDA sei auf einen Mix von Portfolioanpassungen zurückzuführen (Entkonsolidierung von Rand-Printmarken und Kostendisziplin).
Der starke negative Kursrückgang dürfte eine Reaktion auf den konservativen Ausblick beim EBITDA für das Geschäftsjahr 2011 sein. Durch (1) mögliche Cover-Preiserhöhungen im nationalen Print-Geschäft, (2) starkem Momentum bei der Online-Werbung und klassifizierten Marktplätzen und (3) weiterem Wachstum bei International Print scheine der Ausblick jedoch übermäßig vorsichtig. Das Kursziel von EUR 144 auf Basis eines DCF-Modells (unterstützt durch SOTP und DCF-Modell) werde bestätigt. Die Schätzung für das bereinigte EBITDA für 2011 (EUR 555 Mio., +9% im Vergleich zum Geschäftsjahr 2010) bleibe unverändert und das berichtete EBITDA von EUR 563 Mio. werde wahrscheinlich leicht nach unten korrigiert.
Die Analysten von Warburg Research bewerten die Axel Springer-Aktie nach wie vor mit einem "kaufen"-Rating. (Analyse vom 02.03.2011) (02.03.2011/ac/a/d)
Offenlegung von möglichen Interessenskonflikten:
Mögliche Interessenskonflikte können Sie auf der Site des Erstellers/ der Quelle der Analyse einsehen.
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